5 Tipps: Mit dem Organisationssystem die Wachstumspläne unterstützen

Organisationen sind verwobene Kompetenz-Netzwerke und Menschen knüpfen die wichtigsten Knoten.

Zu unserer Grundphilosophie im Geschäftsfeld Organisationsgestaltung gehört die Überzeugung, dass bewegliche Organisationssysteme zukunftssicherer sind als starre Organisationsstrukturen.

Beachten Sie folgende fünf Punkte und kommen Sie damit der Realisierung Ihrer ambitionierten Unternehmensziele einen großen Schritt näher:

1. Stellen Sie eine ungeteilte Verantwortung sicher

Von Zielen geht nicht annähernd dieselbe Zugwirkung für Leistung aus wie von Verantwortung. Führung durch Verantwortung greift daher besser als Führen durch Ziele. Doch Verantwortung ist eine Primzahl, die sich nicht ohne Brüche teilen lässt. Konzentrieren Sie sich daher auf Bereiche, in denen geteilte Verantwortlichkeiten auf den ersten Blick notwendig erscheinen und stellen Sie sicher, dass sich die Verantwortlichkeiten dort zukünftig klar voneinander unterscheiden. So machen Sie messbar und transparent, wann ein Organisationselement seiner Verantwortung gerecht wird.

2. Stärken Sie Unternehmertum und Eigenverantwortung

Stellenbeschreibungen enthalten häufig minutiöse Aufgabenfestlegungen, die eine Silowelt schaffen, in der sich jeder auf die Abarbeitung dieser Aufgaben in seinem Silo konzentriert. Damit sind sie als Grundlage dynamischen Handelns untauglich. Mit Rollenskripten lässt sich die weitergefasste Verantwortung jedes Rollenträgers in Abgrenzung zu anderen Rollenträgern definieren. Rollenprofile und Rollenskripte sind ziel- und nicht mehr aufgabenbezogen. Sie ersetzen Stellen- bzw. Funktionsbeschreibungen. Dynamik, Eigenverantwortung und Unternehmertum werden so gestärkt und die höchstmögliche Veränderungsbeweglichkeit und Zukunftsfähigkeit einer Organisation sichergestellt.

3. Sorgen Sie für effektive Koordinationsprozesse

Moderne Organisationssysteme überlassen Abstimmungsprozesse wo immer möglich der Selbstorganisation zwischen einzelnen Rollen bzw. ganzen Organisationseinheiten. Es gibt jedoch Fälle, in denen von dieser Regel abgewichen werden sollte. Zum Beispiel bei nicht auflösbaren Zielkonflikten, oder wenn die kommunikativen Fähigkeiten einzelner Rollenträger nicht ausreichen. Dann braucht es im System Verantwortliche für die Qualität der Koordination mit entsprechenden Durchgriffsrechten.

4. Überprüfen Sie den Mehrwert Ihrer Zentralfunktionen

In den meisten Unternehmen gibt es zentral angesiedelte Rollen, die ihre Leistungen den operativen Einheiten übergeordnet zur Verfügung stellen. Prüfen Sie, welche dieser Leistungen Sie zur Realisierung Ihrer Wachstumspläne brauchen und in welchem Umfang. Die zentral erforderlichen Schlüsselrollen sollten dann die entsprechende Unterstützung durch Zuordnung zum Top-Management erhalten.

5. Bieten Sie Ihren Spezialisten Schutzräume

Einheiten, die kreative Lösungen für Innovationen generieren, dürfen nicht vom Mainstream des Unternehmens überrollt oder durch standardisierte Prozesse kleingehalten werden. Schützen Sie die Subkultur solcher Bereiche, z. B. durch Besetzung der Leitung mit einer übergreifend angesehenen Persönlichkeit oder im Rahmen einer konstanten internen Kommunikation.